
Facebook, Instagram, TikTok, Bluesky, X, WhatsApp …
Die Auswahl an Social-Media-Plattformen ist riesig. Und jede verspricht, DER Ort zu sein, an dem man sichtbar werden muss.
Aber mal ehrlich: Wie soll man da den richtigen Kanal auswählen? Und muss man wirklich überall vertreten sein?
Als ich in meine Selbstständigkeit gestartet bin, war ich hochmotiviert. Ich dachte: Ich muss überall sein! Instagram, Facebook, LinkedIn – weil „das macht man so“.
Dabei wusste ich eigentlich, dass eine der wichtigsten Fragen im Marketing die nach den Ressourcen ist. Und die sind meistens begrenzt. Also muss man kluge Entscheidungen treffen.
Statt überall halbherzig aktiv zu sein, habe ich mich gefragt: Wo lohnt es sich wirklich? Und welchen Kanal will ICH gerne bespielen.
Viele glauben es ist gerade am Anfang wichtig, dass sie auf jeder oder auf vielen Plattform präsent sind. Frei nach dem Motto: Viel hilft Viel.
Aber: Das ist kompletter Blödsinn. Außer natürlich, du hast unendlich viel Zeit (und die meisten von uns haben die nicht).
Wie ich meinen perfekten Social-Media-Kanal gefunden habe und wie du das auch kannst, das erzähle ich dir jetzt.
Fangen wir mit der wichtigsten Frage an: Muss ich auf allen Social-Media-Kanälen aktiv sein?
Klare Antwort: Nein!
Viel wichtiger ist, dass du dich auf der Plattform wohlfühlst, deine Zielgruppe dort aktiv ist und bereit bist dort sichtbar zu werden.
Ich finde: Lieber einen Kanal richtig bespielen als fünf Accounts lieblos.
💡 Mein Tipp für den Anfang: Sichere dir trotzdem auf allen relevanten Plattformen deinen Namen. Auch wenn du sie aktuell nicht nutzt. Damit hältst du dir die Möglichkeit offen, später vielleicht doch noch mal auf einer anderen Social Media Plattform durchzustarten, ohne dass dir jemand den Namen wegschnappt.
Verwende überall den gleichen Namen, damit dich potenzielle Kunden leichter finden.
Ich habe entschieden, meinen Social-Media-Fokus auf eine Plattform zu legen: Instagram. Das ist meine Homebase. Also der Ort, an dem ich am aktivsten bin.
Warum habe ich mich für diesen Fokus entschieden?
👉 Weil Social Media Konzentration erfordert. Ich will kreieren, nicht konsumieren. Und auf je mehr Plattformen ich unterwegs bin, desto mehr Versuchungen gibt es, sich zu verzetteln.
👉 Die Wahrheit ist: Ich bin nicht kein Influencer – so wie du vermutlich auch nicht. Als Unternehmer haben wir ein Business zu führen. Und Zeit ist eine unserer wertvollsten Ressourcen. Es ist wichtig, die Zeit klug zu investieren.
👉 Weil ich mit voller Konzentration mehr aus einer Plattform herausholen kann. Es ist leichter, am Ball zu bleiben und mit meiner Community zu interagieren.
💡 Was bedeutet „Homebase“ eigentlich? Deine Homebase ist deine zentrale Plattform, also der Ort, an dem du am aktivsten bist. Es ist besser, eine starke Präsenz auf einer Plattform zu haben, als auf fünf gleichzeitig halbherzig aktiv zu sein.
Aber wie setzt man den Hauptfokus und trifft eine gute Entscheidung? Ich teile meine Fragen, die ich mir gestellt habe mit dir.
Die Wahl der passenden Plattform ist gar nicht so einfach.
Ich habe vier zentrale Fragen für dich, die mir geholfen haben eine gute Entscheidung zu treffen. Diese vier Fragen empfehle ich auch meinen Kundinnen, damit sie sich nicht verzetteln.
Starte mit deiner Zielgruppe:
✔️ Wer ist meine Zielgruppe?
✔️ Wo ist sie aktiv? Welche Plattformen nutzen sie am meisten?
✔️ Wie nutzt sie Social Media?
Dafür kannst du dir natürlich Statistiken ansehen. Artworx veröffentlicht zum Beispiel regelmäßig einen Social-Media-Report für Österreich.
Viel wichtiger ist aber: Sprich mit deinen potenziellen Kunden! Dafür eigenen sich Interviews oder Umfragen. Sie helfen dir die richtigen Kanäle herauszufinden.
💡 Tipp: Stell diese Fragen bei der Erstellung deines Marketingkonzeptes im Rahmen einer kleinen Marktforschung.
Hast du bereits Kunden? Perfekt! Dann frag sie direkt:
👉 Auf welchen Plattformen bist du aktiv?
👉 Wo suchst du nach diesem Produkt/dieser Dienstleistung?
Ich liebe diese Frage. Social Media kann vieles – was willst du damit erreichen? Ein paar Ideen:
✔️ Markenbekanntheit steigern
✔️ Community aufbauen
✔️ Leads generieren
✔️ Verkäufe steigern …
Jede Plattform hat ihre Stärken. Deshalb ist es wichtig, deine Ziele klar zu haben.
Brauche ich Gruppen? Dann könnte Facebook spannend sein.
Möchte ich mich als Expertin positionieren und mit anderen Unternehmen vernetzen? Dann könnte LinkedIn interessant sein.
Natürlich kannst du auch mehrere Ziele haben.
Eine kleine Wettbewerbsanalyse kann wertvolle Hinweise geben. Schau dir deine Marktbegleiter an:
✔️ Auf welchen Plattformen sind sie aktiv?
✔️ Wie regelmäßig posten sie?
✔️ Welche Inhalte funktionieren gut?
Zentrale Frage ist immer: Was kann ich daraus lernen?
💡 Mein Tipp: Setze dir ein klares Ziel und ein Zeitfenster für deine Wettbewerbsanalyse.
So weist du genau was das Ergebnis sein soll.
Zum Beispiel: Ich analysiere 5 Mitbewerber. Mein Ergebnis: Eine Liste mit Plattformen und Posting-Frequenzen dieser 5 Mitbewerber. Zeitfenster: 2 Stunden.
Mit dieser Vorgehensweise behältst du den Fokus und sammelst konkrete Erkenntnisse, die dir wirklich weiterhelfen – anstatt dich in Vergleichen zu verlieren.
👉 Sonst kommt es schnell zu „Vergleicheritis“ – und das ist eine verhängnisvolle Sache. Man surft stundenlang bei der Konkurrenz herum, fühlt sich danach total frustriert und legt das Handy entnervt weg.
Schau dich auf den Plattformen um und finde raus welche Plattform dich anspricht und zu dir passt. Nicht jede Plattform ist für jeden geeignet und das ist voll okay.
Es bringt nichts, wenn du denkst „Ich muss auf Instagram sein“, aber gar kein visueller Typ bist und keine Freude an Fotos oder Videos hast. Frag dich vorher:
✔️ Welche Content-Formate passen zu mir und meiner Marke?
✔️ Was fällt mir leicht – was ist mein Element? Grafik & Design, Schreiben, Fotografieren, Sprechen?
✔️ Was ist der einfachste Weg für mich, regelmäßig Inhalte zu erstellen?
✔️ Welche Funktionen will ich nutzen und welche Funktionen bietet die Plattform? Gruppen, Stories, kurze Videos, längere Texte?
Beispiel: Bietest du Kreativ-Kurse an? Dann sind Videos von der Herstellung oder Vorher-Nachher-Bilder ideal und vor allem auch einfach zu machen. Wenn deine Zielgruppe auf Insta ist, dann könnte das eine Plattform sein.
Schreibst du gerne und bietest zB Führungskräftetrainings an, dann könnten LinkedIn-Artikel gut funktionieren.
Wähle eine Plattform, die deine Stärken unterstützt. Es soll ja schließlich Spaß machen!
Mit diesen Fragen hast du eine gute Basis, um die richtige Plattform für dich zu finden. Aber was, wenn du trotzdem unsicher bist?
Ganz einfach: Geh in den Forschungsmodus.
Das mache ich immer, wenn ich Angst habe, eine falsche Entscheidung zu treffen. Statt ewig zu überlegen, erlaube ich mir, zu forschen und auszuprobieren.
Starte mit einem 12-Wochen-Testlauf:
✔️ Erlaube dir, zu experimentieren.
✔️ Zieh nach 12 Wochen Bilanz: Was funktioniert, was nicht?
✔️ Falls nötig, kannst du dann anpassen oder umsteigen.
Wenn du dich konsequent auf eine Plattform fokussierst, wird nach 12 Wochen vieles leichter und natürlicher. Deshalb empfehle ich oft 12 + 12 Wochen:
👉 Die ersten 12 Wochen sind zum Lernen & Ausprobieren.
👉 Die zweiten 12 Wochen läuft es schon viel flüssiger.
👉 Dann kannst du wirklich entscheiden, ob die Plattform für dich passt.
Natürlich kann es länger dauern, bis du echte Ergebnisse siehst. Aber dieser Forschungsmodus hilft dir:
👉 Anzufangen, statt ewig zu überlegen.
👉 Perfektionismus loszulassen.
👉 Ein echtes Gefühl für die Plattform zu bekommen.
Also: Leg los und teste es! Und wenn du Infos zu Instagram brauchst, dann schau in meinem Blog vorbei. Dort findest du viele hilfreiche Tipps und Funktionen.
Zwei Fragen kommen dazu immer wieder, deshalb hänge ich die hier noch dran.
Eine Frage, die ich immer wieder gestellt bekomme: Soll ich Facebook & Instagram verbinden und identische Inhalte posten?
Meine Antwort: Kann man machen, aber zielführend ist es nur bedingt – warum hörst du gleich.
Wenn du es machst, dann beachte:
✔️ Links im Beitrag: Auf Facebook sind Links im Beitrag klickbar, bei Instagram leider nicht. Bei Insta funktionieren Links nur in der Story und im Profil.
✔️ Achte auf die Bildgröße. Verwende am besten das Instagram-Format (Hochformat), sonst wird dein Bild bei Insta eventuell abgeschnitten.
Deshalb bin ich kein großer Fan davon identische Inhalte zu posten. Denn du nutzt nicht das volle Potenzial beider Plattformen. Hochformat ist für Instagram super, auf Facebook wirkt es oft nicht optimal, weil dort Querformate besser zur Geltung kommen.
✔️ Manche Formate funktionieren nur auf Facebook zB reine Text-Posts mit farbigem Hintergrund oder Veranstaltungen
Crossposting spart Zeit, aber es kann auf Kosten der Plattform-Optimierung gehen. Besser ist es, Inhalte leicht anzupassen. So holst du das Beste aus jeder Social Media Plattform heraus.
Angeblich funktioniert das für einige gut. Wichtig zu beachten ist:
Wenn du Inhalte von TikTok auf Instagram (Reels) postest, entferne das TikTok-Wasserzeichen. Instagram bevorzugt Original-Content und sieht es nicht so gerne, wenn der Content von woanders kommt.
Funktioniert es für alle? Kommt auf die Zielgruppe an! Probiere es aus und beobachte, wie deine Inhalte auf beiden Plattformen performen.
Es gibt keine Standardlösung, die für alle passt. Die Wahl der richtigen Social-Media-Plattform hängt von deiner Zielgruppe, deinen Zielen, deinen Ressourcen und deinem Unternehmen ab.
Ich hoffe, dass dir diese Fragen helfen, die beste Plattform für dich zu finden. Doch am Ende bleibt es deine Entscheidung – also trau dich, auszuprobieren und herauszufinden, was für dich funktioniert!
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© Helena Aberger 2025