Nein sagen lernen: Diese 3 Tipps haben mir als Unternehmerin wirklich geholfen

Viele sagen ja: Wenn du selbständig bist, dann bist du vollkommen frei.

Ganz oft höre ich von meinen Kundinnen: „Ich will mir meine Zeit flexibel einteilen – deshalb mache ich mich selbstständig.“

Ich verrate dir ein Geheimnis: Ja, ich kann mir meine Zeit frei einteilen, wenn ich nicht gerade einen Workshop oder Kurs halte oder vorbereite. 

Aber weißt du was? Noch nie hat ein Job so sehr von mir verlangt, Nein zu sagen, wie meine Selbstständigkeit.

Ich arbeite in verschiedenen Projekten: Für „Frauen unternehmen was“ als Gründungsberaterin und Trainerin für Marketing & Co. Ich arbeite als Wirtschaftstrainerin beim Bfi, ich halte Trainings in Unternehmen und anderen Bildungsinstituten. Und arbeite mit Einzelpersonen.

Manchmal fühlt sich meine Wochenplanung an wie Tetris. 😉 Zum Glück mag ich das Spiel.

Aber warum war es für mich so wichtig, Nein sagen zu lernen?

Die bittere Wahrheit: Wenn ich nicht Nein sage, dann habe ich kein Wochenende. Denn es gäbe immer etwas zu tun.

Ich weiß, dass Nein sagen und Grenzen setzen für viele eine Herausforderung ist. Und ja – es gibt gefühlt eine Million Tipps, wie man das lernen kann, und kluge Sprüche wie:

„Ein Nein ist immer ein Ja zu dir selbst.“

Aber ehrlich? Das hat mir alles nicht wirklich geholfen.

Aber es gibt drei Dinge, die mir wirklich geholfen haben. Und weil es gerade gut ist, mich selbst daran zu erinnern, schreibe ich diesen Blogartikel – für dich und auch für mich.

Denn Nein sagen, Selbstfürsorge in der Selbstständigkeit und die eigenen Grenzen zu wahren – das ist ein Dauerthema.

Und ich glaube, es ist eine Illusion zu denken, bei anderen sei das anders.

Inhaltsverzeichnis

Nicht sofort Ja sagen - Raum zum Nachdenken lassen

Das Erste, was mir wirklich geholfen hat: Ich sage nicht mehr sofort Ja.

Früher hatte ich ganz oft den Impuls, sofort zuzusagen – zu allem und jedem.

Mittlerweile kennen das meine Freunde, Bekannten und Kolleginnen: Von mir kommt fast immer erst mal ein

„Ich schau in den Kalender und sag dir dann Bescheid.“

Es kommt wirklich selten vor, dass ich spontan Ja sage. Im Urlaub vielleicht.

Warum ich das so mache? Weil mir diese kleine Pause Zeit gibt, zu überlegen:

👉 Will ich das wirklich?

👉 Will ich mir dafür wirklich Zeit nehmen?

Nein sagen lernen Zeit stehlen

Vera Birkenbihl hat mal so schön gesagt: „Wenn dir jemand Zeit stehlen will, dann musst du schon kräftig als Komplize mithelfen.“

Ich liebe diese Frau – wie wahr ist das denn bitte?

Jedenfalls helfe ich da nicht mehr mit, sondern vertage erstmal die Antwort.

Dann habe ich Zeit für Punkt 2.

Kurfristige & langristige Folgen abwägen

Ein Grund, warum mir ein Nein lange schwergefallen ist (und so geht es vielen): Es fühlt sich an, als würde man jemandem vor den Kopf stoßen.

Die vier Buchstaben N-E-I-N waren mir einfach unangenehm.

Irgendwann habe ich einen Satz gehört, der mich bis heute begleitet: Frag dich immer: Was sind die kurzfristigen und was die langfristigen Konsequenzen?

Ein Beispiel:
Jemand kommt mit einer klitzekleinen Zusatzaufgabe zu mir – es ist natürlich eilig. Ich weiß, dass ich eigentlich keine Zeit habe …

Aber ich sage trotzdem zu. Und skippe dafür die Arbeit an einem wichtigen eigenen Projekt.

Kurzer Gedanke: Was bedeutet das eigentlich? Ich nehme die Aufgaben anderer wichtiger als meine eigenen. Ich stelle andere über mich.

Kurzfristig betrachtet: Nur ein Abend. Man hilft ja schließlich jemanden. Vielleicht vermeidet man damit auch das unangenehme Gefühl, das ein Nein mit sich bringt.

Aber langfristig? Langfristig bleibt das eigenen Projekt auf der Strecke und geht nicht weiter. Und das hat Konsequenzen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es langfristig dazu führt:

👉 Es nimmt mir Energie
👉 Es frisst meine Zeit für andere Herzensprojekte
👉 Das macht mich unausgeglichen
👉 Es frustriert, weil ich jedes Mal Nein zu mir selbst sage

Nehmen wir an ich entscheide es anders und mache es umgekehrt. Ich sage Nein:

Kurzfristig betrachtet ist das im ersten Moment vielleicht unangenehm.

Aber langfristig komme ich voran. Ich bleibe bei mir.

Deshalb frage ich mich heute immer:
Was sind die kurzfristigen und was die langfristigen Folgen – wenn ich jetzt Ja oder Nein sage?

Laura Malina Seiler hat es in der RUSU mal so oder so ähnlich formuliert: „Hard decisions, soft Life. Soft decisions, hard Life.“

Nein sagen lernen

Unangenehm? Am Anfang schon, aber es wird leichter

Jetzt vielleicht kennst du das: Du sagst Nein und die Leute reagieren irgendwie komisch. Was dazu führt, dass du dich komisch fühlst.

Erstmal: Das ist vollkommen normal.

Und ich kann dir versprechen (aus eigener Erfahrung): Mit jedem Nein wird’s besser.

Manchmal überrascht es andere, wenn plötzlich ein Nein kommt – wo sonst immer ein Ja war. Und vielleicht fühlt es sich auch für dich unangenehm an.

Vor allem, wenn man es gerne allen recht machen will – also der typische People Pleaser.

Wie habe ich gelernt, Nein zu sagen? Ein paar meiner Tricks kennst du schon – einen habe ich noch:

Ich habe es geübt. Ich habe mir angewöhnt, statt Ja einfach Nein zu sagen – in ganz alltäglichen Situationen.

Der Psychologe Rolf Schmiel schlägt in seinem Buch „Psychohacks“ dazu eine super einfache Übung vor. Er nennt sie den Kellner-Trick.

Die Idee: Nein sagen trainieren – ohne großen Druck.

Beispiel:
Such dir ein Café – am besten eines, wo dich niemand kennt. Bestell dir etwas zu trinken. Wenn du ausgetrunken hast bist und der Kellner fragt: „Möchten Sie noch etwas?“ Dann sag einfach: „Nein, danke.“ Ohne Erklärung. Ohne Rechtfertigung. Und wenn du wirklich noch etwas trinken willst? Dann bestell es dir. Aber bewusst. Die Servicekraft wird sich freuen, dass du doch noch was trinkst.

Warum hilft das? Weil man so in einem völlig neutralen Rahmen übt, Nein zu sagen. Es geht leichter über die Lippen, man hält es besser aus – und irgendwann wird es ganz normal.

Ein Nein ist nur eine Antwort. Genauso wie ein Ja. Manchmal geht’s nur darum, es auszuhalten.

Und genau so gewöhnt man sich daran, Nein zu sagen – Schritt für Schritt. Ganz ohne Drama.

Raum für Grauzonen

Natürlich gibt es Situationen, in denen ein Nein nicht so einfach möglich ist.

Im Job, in der Familie, im Freundeskreis – manchmal sagen wir Ja, obwohl wir eigentlich lieber Nein sagen würden. Und das ist okay.

Das Leben ist nicht immer schwarz-weiß, sondern voller Grautöne. Also lass Raum für Grauzonen.

Schreib mir gerne in den Kommentaren: Was hilft dir, Nein zu sagen? Und in welchen Situationen fällt es dir besonders schwer?

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