
„Lena, meine Website ist noch nicht fertig – wie kann ich mich trotzdem online sichtbar machen?“
Diese Frage höre ich in meinen Gründer-Beratungen immer wieder.
Vielleicht geht es dir ähnlich: Du möchtest online gefunden werden, aber deine Website ist noch nicht startklar.
Oder du fragst dich: Welche Möglichkeiten habe ich, um online gefunden zu werden?
Die gute Nachricht: Es gibt viele Wege, um digital präsent zu sein – ohne hohe Kosten und ohne sofort eine eigene Website zu benötigen.
In diesem Blogartikel gebe ich dir 7+1 Ideen, die dir helfen, online sichtbar zu werden. Einige davon sind kostenlos, andere erfordern ein kleines Budget.
💡 Mein Tipp: Starte mit den kostenlosen Möglichkeiten und finde heraus, welche Plattformen am besten funktionieren.
Am Ende des Artikels bekommst du noch eine praktische Checkliste, die dir helfen soll, die richtigen virtuellen Bühnen für dein Business auszuwählen.
Und falls du bereits eine Website hast – umso besser! Dann kannst du die folgenden Tipps nutzen, um deine digitale Sichtbarkeit noch weiter auszubauen.
Online sichtbar zu sein, bedeutet nicht nur gefunden zu werden.
Es hilft auch, Vertrauen zu schaffen und Seriosität auszustrahlen.
Wenn Interessenten nach einem Unternehmen oder einer Dienstleistung suchen, ist es ein gutes Zeichen, wenn sie es online finden werden.
Heutzutage signalisiert eine digitale Präsenz, dass ein Business aktiv und sie stärkt die Glaubwürdigkeit. Digitale Sichtbarkeit zeigt: Das ist ein echtes Unternehmen.
Und auch wenn du schon eine eigene Website hast, kann es ein Vorteil sein weitere virtuelle Bühnen zu nutzen. Denn oft kannst du von dort auf deine Website verlinken. Backlinks, also Links von anderen Seiten auf deine, sind wichtig für dein Google Ranking. Sie zeigen Google, dass deine Seite relevant ist. Dadurch kann sie in den Suchergebnissen weiter oben erscheinen.
SEO-Expertin Birgit Lorz beschreibt das ganz gut in diesem Artikel: Auch Einträge in Verzeichnissen oder auf Plattformen können wertvolle Links liefern.
Genug Gründe, um sich zu überlegen: „Wo gibt es virtuelle Bühnen, die ich nutzen kann?“
Ich gebe dir gleich 7+1 Ideen.
Mit Google Business oder auf Deutsch dem Google Unternehmensprofil kannst du dein Unternehmen direkt bei Google sichtbar machen.
Es ist ein kostenloser Eintrag, der erscheint, wenn jemand nach deinem Geschäft oder nach passenden Angeboten in deiner Region sucht.
Dort kannst du wichtige Infos hinterlegen: Name, Adresse, Öffnungszeiten, Telefonnummer und eine kurze Beschreibung. Sogar Bilder und Kundenbewertungen können hinzufügt werden.
Spannend ist das auch wenn dich Kunden an deinem Standort finden sollen, denn du kannst dein Unternehmen so auch bei Google Maps sichtbar machen.
👉 Hier findest Du mehr Informationen und wie du einen Eintrag erstellen kannst. Google führt dich Schritt für Schritt durch den Prozess: Google Unternehmensprofil
Wenn du Mitglied der Wirtschaftskammer Österreich (WKO) bist, hast du eine einfache Möglichkeit, dich online sichtbar zu machen. Im WKO Firmen A-Z wird dein Unternehmensprofil kostenlos angelegt, wenn du ein Gewerbe anmeldest.
Du kannst deinen Eintrag mit weiteren wichtigen Infos füllen: Bilder, Öffnungszeiten, Kontaktdaten, Beschreibung …
Das hilft nicht nur potenziellen Kunden, dich zu finden, sondern verbessert auch deine Sichtbarkeit bei Google.
Ein Beispiel: Wenn man „Masseure in Salzburg“ sucht, erscheint WKO Firmen A-Z bereits auf Platz 3 in den Suchergebnissen.
Den Eintrag hast du automatisch, wenn du WKO-Mitglied bist. Der Eintrag zeigt auch, dass du eine aufrechte Gewerbeanmeldung hast.
👉 So geht’s: Melde dich im Mitgliederbereich der WKO an, rufe dein Profil auf und trage alle wichtigen Infos ein.
Achtung: Das geht natürlich nur, wenn du ein Gewerbe angemeldet hast, denn damit bist du Mitglied der Wirtschaftskammer.
Wenn deine Tätigkeit außerhalb der Gewerbeordnung ist und du nicht WKO Mitglied bist, dann schau nach Berufs- oder Fachverbänden.
Neben Google Business und der WKO gibt es viele branchenbezogene Verzeichnisse und Fachverbände.
Gerade in spezialisierten Bereichen gibt es Plattformen, auf denen Fachleute gezielt gesucht werden.
Oder vielleicht bist du auch Mitglied in einem Dachverband und hast dort die Möglichkeit dich auch online eintragen zu lassen.
Ein Beispiel: Der österreichische Bundesverband für Mediation.
Ein Eintrag in einem solchen Verzeichnis zeigt, dass man Teil der Branche ist. Er signalisiert Fachkompetenz und Zugehörigkeit zu einem professionellen Netzwerk.
Gerade für spezialisierte Dienstleistungen kann das ein wichtiger Vertrauensfaktor sein.
Aber: Nicht jede Plattform ist sinnvoll. Es gibt kostenlose und kostenpflichtige Einträge.
Prüfe vorher, ob sich die Investition lohnt und ob potenziellen Kunden tatsächlich dort suchen. Es geht nicht darum, überall gelistet zu sein, sondern dort, wo es wirklich Sinn macht.
👉 Recherchiere doch gleich mal für deine Branche oder überleg ob du Mitglied in einem Dachverband bist.
Auch ohne eigene Website kannst du mit einem Social-Media-Profil online sichtbar werden. Ein Instagram-, Facebook- oder LinkedIn-Account hilft dir nicht nur, dein Angebot zu präsentieren, sondern kann auch bei Google auftauchen.
💡 Wichtig: Achte darauf, dass dein Profil für Suchmaschinen sichtbar ist. Wenn du dein LinkedIn-Profil öffentlich machst, übernimmt LinkedIn dein „SEO“. Gib deinen Namen bei Google ein – dein LinkedIn-Profil wird fast immer ganz oben erscheinen.
👉 Wie das geht?
1. Einen Account anlegen – auf der Plattform, die zu deiner Zielgruppe passt
2. Profil öffentlich machen – damit es bei der Google-Suchmaschine angezeigt wird
3. Regelmäßig Inhalte posten – für noch mehr Reichweite
Ein aktives Social-Media-Profil kann eine erste Anlaufstelle für Interessenten sein. Besonders, wenn du noch keine Website hast.
Viele Gemeinden haben auf ihrer Website ein Firmenverzeichnis, in dem lokale Unternehmen gelistet sind.
Das wird oft übersehen, dabei kann es eine einfache und kostenlose Möglichkeit sein, sich regional sichtbar zu machen.
Ich nutze zum Beispiel Gem2Go, um Müllabfuhrtermine oder Öffnungszeiten in meiner Gemeinde nachzuschlagen. Dabei sehe ich auch die Firmen aus meiner Umgebung.
Fast jede Gemeinde hat eine Übersicht mit lokalen Unternehmen und Geschäften. Ein Eintrag lohnt sich, wenn du vor Ort gefunden werden möchtest.
Vorteile:
✅ Meist kostenfrei
✅ Sichtbar für Menschen in deiner Region
✅ Öffnungszeiten und Kontaktdaten können meistens angegeben werden
👉 Schau mal direkt auf die Website deiner Gemeinde. Meist gibt es dort eine Rubrik für lokale Unternehmen sowie eine Kontaktstelle, über die du deinen Betrieb eintragen lassen kannst.
💡 Übrigens: Gemeindezeitungen sind ein weiteres tolles Tool für regionale Sichtbarkeit. Viele Menschen lesen sie, um sich über lokale Angebote zu informieren.
Wenn dein Angebot auch für Touristen interessant ist, solltest du dich beim Tourismusverband (TVB) deiner Region eintragen lassen.
Viele TVB haben auf ihrer Website eine Liste mit lokalen Unternehmen, Geschäften und Dienstleistern.
Schau mal nach, ob es in deiner Region eine solche Rubrik gibt. Oft werden dort Shops, Restaurants, Freizeitanbieter oder Dienstleister aufgelistet. So können Besucher schnell sehen, was es vor Ort gibt.
Ich habe zum Beispiel neulich auf einer TVB-Website nach Unternehmungen gesucht und bin so auf den Escape Room in unserer Region gestoßen. Viele Reisende informieren sich genau auf diesen Seiten.
👉 So geht’s: Schau auf der Website deines Tourismusverbands nach und kontaktiere die zuständige Stelle, um dein Unternehmen eintragen zu lassen
Viele Städte und Gemeinden haben ein Stadt- oder Standortmarketing, das lokale Unternehmen unterstützt. Oft gibt es dort Unternehmenslisten, Stadtpläne oder Gebäudeverzeichnisse, in denen Betriebe eingetragen werden können.
Regionale Unternehmen werden so besser gefunden und erhalten eine zusätzliche Präsenz auf einer lokalen Plattform.
Ein Beispiel: Wenn ich bei Google „Restaurants Saalfelden“ suche, erscheint die Standortmarketing-Seite auf Platz 3. Das zeigt, wie gut solche Plattformen ranken und warum es sich lohnt, dort gelistet zu sein.
👉 So geht’s: Informiere dich bei deiner Stadt oder Gemeinde, ob es ein Standortmarketing gibt, und frage nach einer Eintragungsmöglichkeit.
Beachte: Ein Eintrag kann mit Kosten verbunden sein, da oft zusätzliche Angebote wie Events oder Kampagnen enthalten sind.
Online-Marktplätze bieten eine weitere Möglichkeit, um sichtbar zu werden.
Meine Empfehlung: Nimm dir eine Stunde Zeit und recherchiere gezielt nach passenden Marktplätzen.
In Salzburg gibt es zum Beispiel den Unternehmerinnen Marktplatz für frauengeführte Unternehmen. Dort kannst du dich als Salzburger Unternehmerin kostenfrei mit Logo, Beschreibung und Kontaktdaten eintragen lassen.
Ein Eintrag kann sinnvoll sein, wenn deine Zielgruppe aktiv auf solchen Plattformen sucht.
Achte darauf, dass der Marktplatz gut bei Google rankt und für dein Business relevant ist. Kostenpflichtige Einträge lohnen sich nicht immer.
Überlege gut, ob sich die Investition auszahlt oder ob es kostenfreie Alternativen gibt.
👉 So geht’s: Recherchiere direkt, ob es relevante Marktplätze gibt.
Du kannst dazu dein Thema in Google eingeben, dann bekommst du meist schon Vorschläge. Wie zum Beispiel „Restaurants Salzburg“
Tipp: Plattformen wie Tripadvisor sind für Restaurants oder touristische Angebote besonders wertvoll.
Online-Einträge sind nur dann wirklich wertvoll, wenn sie gepflegt und aktuell gehalten werden. Es gibt viele Plattformen, aber nicht jede bringt dir wirklich etwas.
Wichtig: Frage deine Kunden, wo sie nach deinem Angebot suchen oder wie sie dich gefunden haben. Das gibt dir wertvolle Hinweise, welche Plattformen sich lohnen.
Ich stelle mir folgende Fragen, um zu entscheiden, wo sich ein Eintrag auszahlt – das kannst du wie eine Checkliste sehen:
✅ Relevanz: Passt das Verzeichnis zu meiner Branche oder meinem Geschäftsfeld? Eine Orientierung kann sein: Sind meine Marktbegleiter dort vertreten?
✅ Zielgruppe: Suchen potenzielle Kunden auf diesem Marktplatz/Plattform?
✅ Reichweite: Wie hoch ist das Besucheraufkommen? Erscheint die Plattform bei Google, wenn ich relevante Begriffe eingebe?
✅ Funktionen: Kann ich Bilder, Videos, Kontaktdaten oder einen Link zu meiner Website hinterlegen? Ist es einfach mich dort eintragen zu lassen?
✅ Kosten und Preis-Leistungs-Verhältnis: Gibt es eine kostenlose Version? Falls kostenpflichtig: lohnt sich der Preis im Verhältnis zum Mehrwert?
✅ Qualität: Wird die Plattform regelmäßig aktualisiert und gepflegt?
✅ Seriosität: Ist die Seite vertrauenswürdig? Gibt es Bewertungen oder Erfahrungen anderer Nutzer?
Abschließend mein wichtigster Tipp: Erstelle dir eine Liste mit allen Verzeichnissen, in denen du vertreten bist.
Notiere dir dazu Zugangsdaten und Ansprechpersonen, falls du Änderungen oder Aktualisierungen vornehmen musst.
So hast du alles griffbereit und kannst deine Einträge regelmäßig überprüfen.
Ich habe das alles in meinem Trello-Board abgelegt, so kann ich jederzeit was anpassen und kann auch von unterwegs darauf zugreifen.
Du hast jetzt viele Ideen, wie du dein Unternehmen online sichtbar machen kannst – mit oder ohne eigene Website. Starte jetzt mit der Recherche:
🔍 Suche nach relevanten virtuellen Marktplätzen und Verzeichnissen.
📝 Erstelle deine Einträge auf den Plattformen, die wirklich zu dir passen.
Denk auch immer daran deine Kunden zu fragen, wo sie dich gefunden haben und wie sie auf dich aufmerksam wurden. So erfährst du, welche Kanäle wirklich funktionieren.
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© Helena Aberger 2025
2 Antworten
Ui, eine tolle Übersicht. Man denkt häufig nur an Social Media, aber du hast ja so recht! Es gibt so viele Verzeichnisse, in die man sich eintragen kann! Ich hab das bisher voll übersehen. DANKE!
Liebe Christine! Vielen Dank für deine Rückmeldung! Das freut mich!